Theatergemeinde BONN

Wie gedenken und was erinnern?

Gedenkstein auf dem Friedhof in Treis | Lizenz: CC BY-SA 3.0
Foto: Kallewirsch
Gedenkstein auf dem Friedhof in Treis | Lizenz: CC BY-SA 3.0
Foto: Kallewirsch

Gedanken zum Erinnern und Gedenken
Vortrag - Michaela Wurzer

Am 8. Mai 1985 hielt der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker eine Rede im Deutschen Bundestag, die bis heute große Bedeutung für die gesamtdeutsche Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges hat. Weizsäcker sprach damals von der Versöhnung durch die Erinnerung. Mehr als 35 Jahre später stellen Umfragen fest, dass jede(r) fünfte Deutsche der Ansicht ist, dass dem Holocaust-Gedenken zu viel Platz eingeräumt werde und 40 Prozent aller Jugendlichen in Deutschland nicht wüssten, was Auschwitz gewesen sei. Der jüdisch deutsche Schriftsteller Max Czollek bestreitet in einem Essay mit dem Titel "Versöhnungstheater", dass die deutsche Erinnerungskultur aufrichtig und ehrlich sei. Die Kulturwissenschaftlerin Alaida Assmann wiederum interveniert gegen das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur.

Den Anstoß für diesen Vortrag bildete die Auseinandersetzung der Referentin mit der Geschichte des KZ-Außenlagers in Bruttig/Treis und des geplanten Konzepts der Gedenkarbeit an der Mosel. Auf diesen Ausgangspunkt wird zunächst eingegangen. Sodann werden die Positionen von Czollek und Assmann vorgestellt. Die Intention des Vortrages ist es, den Zuhörerinnen und Zuhörern Anregungen für das eigene Nachdenken über das "Gedenken und Erinnern" zu geben.

Referentin: Dr. Michaela Wurzer (Dipl.-Betriebswirtin, Philosophin).


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