Kreuzkirche Bonn

Life & Death

Konzert - B'Rock Orchestra

Künstler:innen
B’Rock Orchestra
B’Rock Vocal Consort
Olivia Vermeulen - Mezzosopran
Kalle Kalima - Jazzgitarre & Komposition
Andreas Küppers - Künstlerische Leitung

Programm
Kalle Kalima: Ouvertüre, »When I am laid« und Finale aus »Dido & Aeneas Remembered« sowie neue Werke, Kompositionsaufträge von B’Rock
Henry Purcell: »Dido and Aeneas« Z 626, Ouvertüre und Auszüge
Henry Purcell: »An evening hymn« Z 193
John Blow: »Venus and Adonis«, Auszüge
Thomas Morley: »I know that my redeemer liveth« und »I heard a voice from heaven« aus »Service for the Burial of the Dead«
Johann Christoph Bach: »Ach dass ich Wassers gnug hätte«
Johann Sebastian Bach: »Erhalte mich Gott« aus der Kantate »Klagt, Kinder klagt es aller Welt« BWV244a
Johann Christoph Bach: »Es ist nun aus mit meinem Leben«
Johann Sebastian Bach: »Tief gebückt und voller Reue« aus der Kantate »Meine Herze schwimmt im Blut« BWV 199
Johann Ludwig Bach: »Wir wissen, so unser irdisches Haus«

Leben und Tod, die ultimativen Gegensätze: sie sind doch auch ganz nah beieinander. Eindrücklich erlebbar wird das in der feinsinnigen und lebensvollen Trauermusik, die im 17. Jahrhundert entstanden ist. Kein Wunder in einer Zeit, in der der Tod allgegenwärtig war, Kriege, Seuchen, Armut und Gefahren die Menschen begleiteten. Die Musik des Frühbarock hat ihre Ausdruckskraft bis heute nicht verloren. Stücke wie die Solokantate »Ach dass ich Wassers gnug hätte« von Johann Christoph Bach, dem Schwiegervater von Johann Sebastian, oder das Lamento der Dido aus Henry Purcells Oper »Dido und Aeneas« sind erschütternd in ihrer Klage. Doch in den Trauermotetten, Begräbniskantaten und Anthems aus dem frühbarocken England und Deutschland spricht auch stets eine tröstliche Lebensfreude. Vielleicht speist sich diese aus dem Gottvertrauen der Menschen und der Hoffnung auf das Jenseits.

Das Originalklangensemble B’Rock hat daraus ein Panorama des Lebens zusammengefügt: Auf die Werke der Alten Musik antworten neue Kompositionen des finnischen Komponisten und Jazzgitarristen Kalle Kalima. Der finnische Allround-Musiker bringt seine E-Gitarre auf unerhörte Weise in das Ensemble ein. Hier gehen Musiker:innen aus verschiedenen Traditionen entdeckungsfreudig aufeinander zu. Kalima gewinnt den Tonsätzen des 17. Jahrhunderts zutiefst zeitgenössische Klangwelten ab. Dabei überspringt er musikalische Stilgrenzen mühelos: Zwischen den barocken Vorbildern, Jazz, Minimal Music oder Postmoderne im Geiste Alfred Schnittkes findet er einen eigenen Weg. Zu Auszügen aus seiner gefeierten Musiktheaterproduktion »Dido and Aeneas remembered« (2019) kommen neu für das Beethovenfest 2023 entstandene Kompositionen.

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Letzte Aktualisierung: 30.05.2024 21:01 Uhr     © 2024 Theatergemeinde BONN | Bonner Talweg 10 | 53113 Bonn