Opernhaus Bonn

Moses und Aron

Moses und Aron
Foto: Sebastian Hoppe
Moses und Aron
Foto: Sebastian Hoppe

Oper in drei Akten
Oper - Arnold Schönberg

Oper in drei Akten (Fragment) von Arnold Schönberg
Inszenierung: Lorenzo Fioroni
Premiere: 10.12.2023

Arnold Schönbergs unvollendetes Opernwerk „Moses und Aron“ basiert auf der Bibelerzählung (2. Buch Mose):
Aus einem brennenden Dornenbusch heraus erhält Moses von Gott den Auftrag, dessen Existenz dem Volk Israel zu verkünden. Mit dem Argument, dass ihm dazu die Eloquenz fehlt, lehnt Moses den Auftrag ab. Gott bestimmt darauf Moses' Bruder Aron als Verkünder. Doch das Volk Israel glaubt Worten nicht, es fordert Wunder – die Aron ihnen liefert. Als Moses zu lange auf dem Berg Sinai verweilt, um die Gesetzestafeln zu holen, fordert das Volk von Aron den Bau eines Goldenen Kalbs. Moses findet bei seiner Rückkehr das Volk rauschhafte Orgien feiernd vor. Er zerstört das Goldene Kalb und zertrümmert die Gesetzestafeln. Als in Form einer Wolkensäule ein neues Wunder offensichtlich wird, verzweifelt Moses mit dem Ausruf „O Wort, du Wort, das mir fehlt!“
Im unvertont gebliebenen dritten Akt gewinnt Moses seine Macht wieder und befiehlt die Freilassung des gefesselten Aron. Als dieser beim Lösen der Ketten tot umfällt, endet das fragmentarische Bühnenwerk mit einer Schlussansprache Moses‘ an das Volk Israel.
Der Komponist, Musiktheoretiker, Maler, Dichter und Erfinder Arnold Schönberg (*1874 in Wien; †1951 in Los Angeles) arbeitete an „Moses und Aron“ in den Jahren 1930 bis 1932. 1933 emigrierte er in die USA und nahm die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. Er vollendete „Moses und Aron“ nicht, aber autorisierte die Aufführung des Fragments. Die konzertante Uraufführung fand am 12.03.1954 im Norddeutschen Rundfunk Hamburg statt. Die szenische Erstaufführung folgte am 6.06.1957 an der Oper Zürich.
Theater Bonn präsentiert „Moses und Aron“ im Rahmen der Reihe Fokus ’33, in der den Ursachen des Verschwindens und Verbleibens von Werken auf die Spur gegangen wird.
Die Inszenierung übernimmt Lorenzo Fioroni (*1972 in Locarno). Fiorini absolvierte eine Ausbildung zum Cellisten und studierte Opernregie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit dem Jahr 2000 ist er als Regisseur tätig, u. a. an der Deutschen Oper Berlin, an den Staatstheatern in Nürnberg, Mainz und Karlsruhe sowie am Opernhaus Graz. In den Jahren 2012 und 2013 war Fioroni für den deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Jahr 2017 wurde er mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet.

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Letzte Aktualisierung: 30.05.2024 21:01 Uhr     © 2024 Theatergemeinde BONN | Bonner Talweg 10 | 53113 Bonn