Inhalt
Libretto von Georg Holzer
Inszenierung: Jens-Daniel Herzog
Produktion des Staatstheaters Nürnberg
Premiere 24.01.2027
Der britische Mathematiker Alan Turing (* 1912 in London; † 1954 in Wilmslow, Cheshire) kann als ein tragischer Held des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden. Er war es, der dem Computer den Weg bereitete, der die deutschen Codes knackte und damit zu denen gehörte, die den Zweiten Weltkrieg entschieden. Er war es auch, den man wegen seiner Homosexualität in den Suizid trieb. Die Kluft zwischen dem, was Turing geleistet hat, und der Art und Weise, wie die Gesellschaft ihn dafür behandelte, bietet jede Menge dramatischen Stoff für eine Oper.
Anno Schreier erzählt in seiner Oper „Turing” vom hart erkämpften Aufstieg und dem ungerechten Fall eines Genies. Das Libretto von Georg Holzer (* 1974 in München) basiert auf mehreren historischen Quellen, ist jedoch keine biografische Nacherzählung, sondern eine Annäherung an Turings Persönlichkeit. Im Mittelpunkt steht Turings Beziehung zu einer fiktiven Figur namens „Madame KI”. Sie ist die einzige „Person” in seinem Leben, mit der er sich auf Augenhöhe unterhalten kann, und zugleich eine Allegorie auf Turings wahrscheinlich einzige wahre Liebe – die Wissenschaft.
Die Oper „Turing” ist ein ergreifendes Spektakel mit effektvoller, klangvoller Musik. Sie greift vielfältige musikalische Traditionen der 1940er- und 1950er-Jahre auf, balanciert an der Schwelle zwischen Oper und Musical und entfaltet die emotionalen Höhen und Tiefen ihres Protagonisten mit großer Kraft. Die Uraufführung fand am 22.11.2022 am Staatstheater Nürnberg statt.
Anno Schreier (* 1979 in Aachen) studierte Komposition in Düsseldorf, London und München. Seit dem Jahr 2008 unterrichtet er Musiktheorie an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Im März 2017 wurde er mit dem Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Musiktheater" ausgezeichnet. In seinen Kompositionen verbindet Schreier eine Vielzahl musikalischer Stilistiken. Für das Theater Bonn schuf Schreier bereits die Minioper „Mina oder Die Reise zum Meer“, den szenischen Songzyklus „Wunderland“ und die Kinderoper „Die blaue Sau”.
Der Theater- und Opernregisseur Jens-Daniel Herzog (* 1963 in Berlin) ist nach seiner Intendanz an der Oper Dortmund (2011 bis 2018) seit der Spielzeit 2018/2019 Intendant des Staatstheater Nürnberg. Am Theater Bonn inszenierte er bereits „Rinaldo“, „La Bohème“ und „Alcina”.
Genre:
Musiktheater
Spielstätte
Am Boeselagerhof 1
53111 Bonn
62 , 65 , 66 , 67
Haltestelle Bertha-von-Suttner-Platz
Buslinien:
600, 601, 608, 609
Haltestelle Opernhaus
529, 537, 538, 550, 551, 603, 602, 603, 604, 605, 606, 607, 609, 634, 635
Haltstelle Bertha-von-Suttner-Platz
Tickets & Termine
Januar 2027 (2)
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Spielzeit 2026/27
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