Palestrina

kultur 127 - Juni 2016

Giovanni Pierluigi da Palestrina (um 1525 – 1594) prägte als päpstlicher Kapellmeister nicht nur die geistliche Musik seiner Zeit, sondern blieb bis in unser Jahrhundert ein Vorbild für die katholische Kirchenmusik. Einen legendären Ruf hat er als „Retter der wahren Kirchenmusik", die auf das Tridentiner Konzil zurückgeht. Damals sollte die Kirchenmusik von verderblichen Einflüssen gereinigt werden und die polyphone Musik, die das Verstehen des Textes erschwerte, aus der Kirche verbannt werden. Die Legende besagt, dass Palestrina daraufhin die Missa Papae Marcelli komponiert und mit dieser Komposition das Konzil überzeugt habe, dass sich kontrapunktische Meisterschaft und Textverständlichkeit vereinbaren lassen.
Diese Legende greift auch Hans Pfitzner in seinem Hauptwerk auf und setzt sie musikalisch um, indem er den Gegensatz von Künstler und Welt thematisiert. E.H.

Donnerstag, 07.07.2016

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