Pacific 2.3.1

kultur 114 - März 2015

Die Komposition Pacific 2.3.1 ist ein mouvement symphonique (sinfonischer Satz) von etwa sechs Minuten Dauer. Honegger zeichnete in diesem Werk die Eisenbahnfahrt einer Pacific-Dampflokomotive in den fünf Teilen „Stillstand - Das Anfahren der Lok - Zunehmende Geschwindigkeit - Fahrt mit Höchstgeschwindigkeit - Abbremsen und Anhalten“ musikalisch nach. Nach seiner eigenen Aussage wollte der Komponist den „visuellen Eindruck und ein physisches Wohlbefinden“ bei der Fahrt mit einer solchen Lokomotive zum Ausdruck bringen.
„Pacific“ ist eine alte amerikanische Bauartbezeichnung für Schnellzug-Dampflokomotiven mit der Achsfolge 2’C1‘, mit einem vorauslaufenden zweiachsigen Drehgestell, drei Kuppelachsen und einer Nachlaufachse (daher die Ziffernfolge 231). Der Name entstand aus der ­ers­ten Verwendung der Lokomotive durch die Missouri Pacific Railroad, die vom Osten Amerikas in Richtung Pazifik führte.
Eine Pacific gehörte zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Dampflokomotivenzeit zu den schnellsten, stärksten und modernsten Dampflokomotiven. Sie beförderte die großen Expresszüge, vor allem in England, Frankreich und Deutschland, zum Beispiel den „Flying Scotsman“, den „Train Bleu“, den „Orient-Express“ oder den „Rheingold“.
Die Schweizer 20-Franken-Note zeigt auf der Vorderseite ein Porträt Arthur Honeggers und auf der Rückseite ein Thema aus der Komposition Pacific 2.3.1. E.H.

Dienstag, 01.09.2015

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