Der weiße Rabe - Märchen

Schwarze sind Aussenseiter? Bei den Raben sind es die weißen unter ihnen, die gemieden werden, und so will keiner mit dem kleinen weißen Raben spielen. Erst als der kluge Großvater erklärt, dass Weiß etwas Besonderes ist, ändert sich die Lage.

Autor: Schinagl, Helmut
Jahr: 1996 - Verlag: Impuls Theater Verlag
Altersgruppe SpielerInnen: 3.-5. Kl. (8-12 J.)
Gruppengröße: 5 bis 8 SpielerInnen
Genre: Märchen oder Maskentheater
Spieldauer: 30 Minuten
Bühnenaufwand: keine Bühne notwendig, auch als Straßentheater möglich
Bewertung insgesamt: sehr empfehlenswert


Inhalt:
Im Mittelpunkt steht ein kleiner weißer Rabe, mit dem die Kinder nicht spielen wollen, weil er anders ist als sie, die alle schwarz sind. Rassismus einmal anders herum, w e i ß ist anders (bei Raben).
Erst der kluge Großvater erklärt den schwarzen Rabenkindern, dass Weiß nichts Schlechtes, sondern etwas Besonderes ist - und dann endlich wollen alle mit dem kleinen weißen Raben befreundet sein und am liebsten so sein wie er.
So wie bei den Rabenkindern spielt sich o.g. Thematik auch im täglichen, wirklichen Leben ab: Ausnahmen - ob Tier ob Mensch - werden kritisch, oft ablehnend betrachtet, obwohl sich im Innern des Betrachters unbewusst der Wunsch regt, auch so zu sein, wie der andere. Um einen solchen Zwiespalt aber zu erkennen und auszuräumen, muß man, wie der Großvater Rabe sagt, "mit dem Herzen lesen, sehen". Und wenn man diese Wandlung vollzieht, wird das Leben mit den Aussenseitern erträglich, ja schön!

Gut gemacht, in sich schlüssig, scheinbar ein Märchen, sehr gut in die menschliche Wirklichkeit transportierbar.

Mittwoch, 24.06.2015

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