Flöte traversiere

kultur 103 - Februar 2014

Flöte traversiere war zu Quantz’ Lebzeiten eine Bezeichnung für Querflöte. Weitere Namen für dieses Instrument sind Traversflöte, Flauto traverso, Flûte traversière oder Flûte allemande. Die Querflöte ist ein Holzblasinstrument mit einer seitlich am Rohr angebrachten Anblaskante. Sie entstand aus der mittelalterlichen Quer- beziehungsweise Schwegelpfeife. Um 1750 verdrängte die Querflöte die Blockflöte und wurde ein bedeutendes Solo- und Orchesterinstrument. Obwohl sie heutzutage meistens aus Metall hergestellt wird, zählt die Querflöte nicht zu den Blech-, sondern zu den Holzblasinstrumenten. Ursprünglich wurden die Querflöten ausschließlich aus Holz gebaut; darüber hinaus wird die Schwingung nicht wie bei Blechblasinstrumenten durch die Lippen des Spielers, sondern durch Blasen über eine Kante erzeugt. Der Flötist und Instrumentenbauer Theobald Böhm gab der Querflöte ihre heutige Form. Er ließ die Lage der Grifflöcher von einem Physiker berechnen und vervollkommnete den Klappenmechanismus. Durch die Mannheimer Schule erhielt die Querflöte einen ständigen Platz im Orchester. Mozart setzte ihr in der Oper Die Zauberflöte ein Denkmal. Debussy erzielte bezaubernde Wirkungen mit diesem Instrument. Heutzutage wird die Querflöte auch in der Jazz- und der Rockmusik verwendet. E.H.

Donnerstag, 31.07.2014

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