Session-Musiker

kultur 88 - Juli 2012

Ein Musiker, der in der Regel nicht zu einer festen Gruppe gehört, wird so genannt, wenn er für die Aufnahme einer CD oder für mehrere Konzertauftritte engagiert wird. Auch Musiker, die für die musikalische Begleitung von Theateraufführungen verpflichtet werden, können als Session-Musiker bezeichnet werden. Ein Session-Musiker wird wegen seines instrumentalen Könnens gebucht oder wenn ein bestimmtes Instrument nicht zur gängigen Besetzung gehört. Es gibt Session-Musiker, die überhaupt nicht in Konzerten auftreten.

Ursprünglich wurde die Bezeichnung für Instrumentalisten verwendet, die an einer Jam Session teilnahmen („jam“ = engl. umgangssprachlich „improvisieren). Diese Session (engl. „Sitzung“, „Veranstaltung“) ist ein zwangloses Zusammenspiel von Jazz-, Blues-, Hip-Hop- oder Rock-Musikern, die üblicherweise nicht in einer Band zusammenspielen. Jam Sessions waren beispielsweise für die Entwick­lung des Jazz von großer Bedeutung. In den frühen 1940er Jahren trafen sich viele Swing-Musiker im Minton’s Playhouse in Harlem, um (in der Regel nach Mitternacht) noch zu „jammen“. Aus diesen Treffen entstand der Bebop, der wiederum den Ursprung des Modern Jazz bildete. E.H.

Dienstag, 06.11.2012

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