KV

kultur 34 – Februar 2007

KV ist die Abkürzung für eines der bekanntesten Werkverzeichnisse eines Komponisten, das Köchel-Verzeichnis. Benannt ist es nach seinem Urheber, Ludwig Alois Friedrich Ritter von Köchel (1800 -1877). Dieser erwarb sich mit seinen Forschungen in Botanik, Geologie und Mineralogie einen beachtlichen naturwissenschaftlichen Ruf.
Im Jahre 1856 lernte Köchel noch Mozarts Sohn Carl Thomas kennen. Zu vorbereitenden Studien seines Mozart-Werkverzeichnisses reiste er von 1859-62 durch Deutschland, England und Frankreich. 1862 erschien bei dem Leipziger Verlag Breitkopf & Härtel sein berühmtes „Chronologisch-thematisches Verzeichnis sämtlicher Tonwerke Wolfgang Amadé Mozarts“. Unter den 626 Katalognummern befinden sich alle Werke des Komponisten einschließlich der Entwürfe und Fragmente in der Reihenfolge ihrer Entstehung und nach der Art der Komposition, wobei einige Nummern mehrere Werke zusammenfassen. Das Köchel-Verzeichnis wurde im Zuge der Mozartforschung mehrfach korrigiert und ergänzt; mittlerweile liegt das Verzeichnis in der 8. Auflage vor. Ab der dritten Auflage wurden die Nummern einiger Werke geändert und haben zusätzlich oft einen nachgestellten Kleinbuchstaben (die Sinfonia concertante für Violine und Viola in Es-Dur KV 364 ist nun beispielsweise unter KV 320d verzeichnet). Köchels ursprüngliche Nummerierung ist nach wie vor in Gebrauch; die späteren Korrekturen haben sich nur im musikwissenschaftlichen Bereich durchgesetzt. E.H.

Dienstag, 25.02.2014

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