Literatur
Für Sie ausgelesen von Rita Hoffmann: Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster von Susann Pásztor - kultur 188 - Oktober/November 2024
Inhalt
Es ist nicht ganz neu, das Buch mit dem langen Titel, aber ich bekam es jetzt erst in die Hände und möchte es Ihnen vorstellen: ein zeitloses, ein Thema, das uns alle betrifft, über das man nicht nachdenken will, aber jeder irgendwann sich damit auseinandersetzen muss: der Tod, das Sterben, das Ende jeden Lebens.
Es gibt Menschen, die andere beim Sterben begleiten, man kann sich bei einer „Agentur“ melden und bekommt jemanden zugeteilt, einen Fremden, Mann oder Frau, jung oder alt, ehrenamtlich – wie hört sich das für Sie an?
Fred, der „Sterbebegleiter“, Angestellter, geschieden, Vater eines 13-jährigen Sohnes, begegnet also – es ist sein erster „Fall“ – Karla, die schwerkrank, sehr allein, sehr eigensinnig, sehr klug ist, älter als Fred, die sich klar für diesen ungewöhnlichen Weg entschieden hat und ihn nur ganz schwer akzeptiert und gehen kann. Beide nähern sich einander, verändern sich, auch das jeweilige Umfeld, ein paar Nachbarn von Karla, die Kollegen der Agentur von Fred, vor allem aber sein Sohn und das Verhältnis der
beiden zueinander, werden langsam in den Wochen bis zum Tod „lebendiger“, beinahe zugewandt den anderen und dem Leben, das zu Ende geht?
Es ist kein trauriges Buch, aber eines, über das man lange nachdenken kann. Christine Westermann sagte, es mache Lust aufs Leben und keine Angst vorm Sterben. Das würde ich so nicht unterschreiben. Ich empfehle Ihnen, sich Ihre eigene Meinung zu
bilden, nicht nur über das Buch, auch über Ihren eigenen Weg, denn es ist ja einer, der uns allen bevorsteht.
Es gibt Menschen, die andere beim Sterben begleiten, man kann sich bei einer „Agentur“ melden und bekommt jemanden zugeteilt, einen Fremden, Mann oder Frau, jung oder alt, ehrenamtlich – wie hört sich das für Sie an?
Fred, der „Sterbebegleiter“, Angestellter, geschieden, Vater eines 13-jährigen Sohnes, begegnet also – es ist sein erster „Fall“ – Karla, die schwerkrank, sehr allein, sehr eigensinnig, sehr klug ist, älter als Fred, die sich klar für diesen ungewöhnlichen Weg entschieden hat und ihn nur ganz schwer akzeptiert und gehen kann. Beide nähern sich einander, verändern sich, auch das jeweilige Umfeld, ein paar Nachbarn von Karla, die Kollegen der Agentur von Fred, vor allem aber sein Sohn und das Verhältnis der
beiden zueinander, werden langsam in den Wochen bis zum Tod „lebendiger“, beinahe zugewandt den anderen und dem Leben, das zu Ende geht?
Es ist kein trauriges Buch, aber eines, über das man lange nachdenken kann. Christine Westermann sagte, es mache Lust aufs Leben und keine Angst vorm Sterben. Das würde ich so nicht unterschreiben. Ich empfehle Ihnen, sich Ihre eigene Meinung zu
bilden, nicht nur über das Buch, auch über Ihren eigenen Weg, denn es ist ja einer, der uns allen bevorsteht.
Dienstag, 27. Mai 2025