Interviews
Elisabeth Einecke-Klövekorn trifft Berit Baumhoff - Geschäftsführerin des Hauses der Springmaus - kultur 188 - Oktober/November 2024
Inhalt
Angefangen hat ihre Begeisterung fürs Theater in Lennestadt. Dort gab es eine sehr aktive Kulturgemeinde, die in einer Schulaula zahlreiche Veranstaltungen von großen Tourneetheater-Produktionen bis zu Kleinkunst organisierte.
„Ich hatte ein Jugend-Abo und habe dort viel gesehen“, erzählt die 1976 im Sauerland geborene und dort mit sechs Geschwistern aufgewachsene Kulturmanagerin. „Sehr beeindruckt hat mich der Liedermacher Reinhard Mey. Und toll fand ich, wie Mark Britton, der
damals mit Krissie Illing als Comedy Duo ‚Nickelodeon‘ unterwegs war, am Ende der Show sagte: Thank you, workers!“. Als Oberstufenschülerin hat Berit Baumhoff dann selbst in diesem Theater mitgeholfen „ganz klassisch:
Die Jungs waren gern in der Maske, die Mädels arbeiteten in der Küche“. Als Studentin hat sie auch im örtlichen Kino, dem Lichtspielhaus Lennestadt, mitgearbeitet und so eine Menge Filmklassiker angeschaut.
„Selbst auf der Bühne zu stehen, hat mich nie gereizt. Ich spielte zwar im Schulorchester mit und war in einer Foto AG, aber Kunst habe ich immer nur hobbymäßig betrieben“, erklärt Berit. Nach Bonn kam sie, um Germanistik und Romanistik mit dem Ziel Lehramt zu studieren, jobbte nebenbei im Einzelhandel und landete 2004 als Gastronomiemitarbeiterin im Haus der Springmaus. Sie gab ihr Studium endgültig auf und absolvierte neben ihrer Arbeit als Kellnerin und Köchin eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau.
2007 übernahm sie die Pressearbeit und die Organisation der Finanzen, sieben Jahre später die kaufmännische Leitung und ist seit Ende 2021 Geschäftsführerin des Hauses der Springmaus.
Dort lernte sie auch ihren Mann kennen. Markus Spülbeck ist seit 37 Jahren technischer Leiter bei den Springmäusen, hat also noch die Ursprungszeiten des längst bundesweit renommierten Kleinkunsttheaters vor dem Umzug 1993 in die heutige Spielstätte in Bonn Endenich erlebt, einen denkmalgeschützten einstigen Tanzsaal. „Er hat mir mal den Kellerraum an der Oxfordstraße gezeigt, wo Einiges noch wie damals war, als die Springmäuse 1985 ihre erste eigene Bühne in Betrieb nahmen.“ Seit 18 Jahren sind Berit und Markus ein Paar. Dass sie nun seine Chefin ist, sehen die beiden nicht als Problem. Dass ihr Kinderwunsch sich nicht erfüllt hat und dass Berit eine Krebserkrankung überstehen musste – damit sind sie ganz offen umgegangen. Das fällt ohnehin sofort auf: Die Frau mit dem burschikosen blonden Kurzhaarschnitt strahlt bei aller Nachdenklichkeit eine selbstsichere Geradlinigkeit aus. Sie mag Veranstaltungen mit leichter Unterhaltung, aber „KmH“ ist ihr Motto: Kultur mit Haltung.
„Wir wollen Barrieren einreißen – barrierefrei zugänglich ist unser Theater bereits. Wir sind also für alle da und nicht nur für bestimmte Gruppen. Wir bieten auch Stücke für Kinder und Familien an und veranstalten Workshops zusammen mit dem Jungen Theater Bonn. Wir haben viele Stammgäste und kleine Gruppen, die regelmäßig kommen und mögen, was wir auf der Bühne machen. Viele kenne ich persönlich. Beim diesjährigen Beethovenfest waren wir übrigens die einzige Vorverkaufsstelle außer der Zentrale an
der Kreuzkirche.“ Berit versteht sich als Botschafterin für die Vielfalt. „Im März haben wir sogar im Theatersaal einen Flohmarkt veranstaltet. Das ist so gut angekommen, dass wir das weiter machen wollen.“
Träger des Hauses ist der gemeinnützige Kulturverein „Haus der Springmaus e.V.“ unter dem Vorsitz des Springmaus Mitbegründers und ehemaligen Geschäftsführers Andreas Etienne. Mitglieder sind alle Festangestellten, was die Motivation verstärkt. Alle sind mitverantwortlich und müssen Probleme gemeinschaftlich lösen. Das „Springmaus Improvisationstheater“ ist ein eigenständiges Unternehmen unter der künstlerischen Leitung und Geschäftsführung von Nick Mockridge. Das von seinem Vater Bill Mockridge und seiner Mutter Margie Kinsky gegründete Ensemble feierte 2023 sein 40 jähriges Jubiläum. Das Haus der Springmaus bucht die Springmäuse als Künstler und organisiert die Gastspiele. Auch die Kneipe ist ein eigener Betrieb. Dazu gibt es noch den sehr rührigen Förderverein, den viele Jahre lang Marlies Stockhorst leitete, die Präsidentin des Festausschusses Bonner Karneval. 2024 übernahm Thomas Zimmermann den Vorsitz, Inhaber der Bonner Tanzschule Lepehne Herbst und ehemaliger Bonner Karnevalsprinz.
Die Beziehungen zum Karneval sind ohnehin eng: Im Haus der Springmaus wird jährlich der begehrte Mäuseorden verliehen, in den 1970er Jahren installiert vom Euro Theater Central, das damals noch am Mauspfad residierte. Zu den beliebten Karnevalsveranstaltungen gehört auch das „Forschologicum“, bei dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bonn ihren Humor beweisen. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Uni Bonn gibt es die Infotainment Reihe „NeunMalKlug“.
Damit sind wir bei dem vielfältigen Programm des Hauses. „Die künstlerische Planung macht Maike Krant, die hier vor rund einem Jahrzehnt als Regieassistentin angefangen hat“, erklärt Berit. „Aber natürlich pflege ich viele Kontakte mit Autoren, Regisseuren und den
Teams und habe zuletzt auch die Produktionsleitung beim ‘Rheinkabarett’ übernommen, einer der Säulen des Spielplans.“ Sehr am Herzen liegt ihr auch die „LOL Show“, das Start Up Comedy-Format im Post Tower, bei dem zahlreiche große Kabarett-Karrieren begannen. Die Nachwuchsförderung ist ihr wichtig, ebenso wie das Frauenkabarett. Deshalb gibt es das neue Label „Comedy Queens“, bei dem weibliche Talente die Bühne beherrschen. „Wir haben fast jeden Monat zwei bis drei Frauen in Solos im Programm, La Signora und Marie Lumpp zum Beispiel oder die Musik Comedienne Katie Freudenschuss, die es schafft, in einer Improvisation schnell ein ganzes Lied neu zu dichten. Die Sichtbarkeit von Kolleginnen in der Branche wollen wir noch verstärken. Deshalb haben wir vor ein paar Wochen im BDKV (Bundesverband der Konzert und Veranstaltungswirtschaft) das Netzwerk ‚Female Voice‘ gegründet. Und am 4. November gibt es zum traditionellen ‚Sisters Day‘ wieder in vielen deutschsprachigen Kabaretthäusern die Show ‚Sisters of Comedy – Nachgelacht‘. Bei uns wird diese geballte Komikerinnen Offensive moderiert von Margie Kinsky. Mit dabei ist auch Krissie Illing, die ich einst als Schülerin bewunderte.“
Das Haus der Springmaus finanziert sich zu ca. 80% durch Eintrittsgelder. Hinzu kommen die Pacht vom Gastronomiebetrieb, die Unterstützung durch den Förderverein, Sponsoring und zu einem eher geringen Teil öffentliche Gelder. Den Ticketshop leitet Berits jüngere Schwester Ricarda. „Die hat erst ein Jura Studium begonnen, dann in Spanien eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau gemacht und ist schließlich bei uns gelandet. Wir haben insgesamt sechs Festangestellte und 12 bis 15 geringfügig Beschäftigte. Alle sind mit Herzblut dabei, die Fluktuation ist gering. Unser langjähriger Ticketshop Leiter Volker Ohl macht jetzt die Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Unser wunderbarer Techniker Sebastian Wolff hat hier als Praktikant angefangen.“
Berit kümmert sich neben den Finanzen, dem Marketing, den Engagements von Gästen und der Organisation aller Abläufe (inkl. größerer Springmaus Veranstaltungen im Brückenforum und gelegentlich im Opernhaus) auch darum, dass alle
sich wohlfühlen. Aber ihr Augenmerk gilt selbstverständlich besonders dem Publikum, dass Spaß haben und immer ein bisschen schlauer die Aufführungen verlassen soll. Seit 2023 ist sie zudem noch Vorsitzende des Vereins „bonn.pop“, einem Zusammenschluss von Veranstaltern, Spielstätten, Non Profit Einrichtungen, Medien und Förderern in Bonn, der die Bedeutung der Rock Pop und Subkulturszene in der Bonner Kulturlandschaft sichtbar machen und stärken will.
Und was ist mit dem Skandal um Luke Mockridge im Zusammenhang mit den Paralympics? „Seine Witze über Behinderte waren einfach unüberlegter Quatsch, den ich aberauch nicht relativieren will. Wir haben seine geplanten Auftritte in der Springmaus sofort abgesagt. Schlimm ist allerdings auch, dass die ganze Familie bedroht wurde und ein anonymer Mob Leute beschimpfte, die gar nichts damit zu tun haben. Wir vertreten einen inklusiven Zugang zum Theater. Es geht nicht bloß um Gerechtigkeit, sondern um Würde.“
Die vielbeschäftigte, bodenständig gebliebene Kulturmanagerin, die sehr gern lacht, ist für klare Ansagen. Nächstes Jahr wird das 40 jährige Bestehen des Hauses der Springmaus gefeiert. Berit Baumhoff freut sich schon
darauf.
„Ich hatte ein Jugend-Abo und habe dort viel gesehen“, erzählt die 1976 im Sauerland geborene und dort mit sechs Geschwistern aufgewachsene Kulturmanagerin. „Sehr beeindruckt hat mich der Liedermacher Reinhard Mey. Und toll fand ich, wie Mark Britton, der
damals mit Krissie Illing als Comedy Duo ‚Nickelodeon‘ unterwegs war, am Ende der Show sagte: Thank you, workers!“. Als Oberstufenschülerin hat Berit Baumhoff dann selbst in diesem Theater mitgeholfen „ganz klassisch:
Die Jungs waren gern in der Maske, die Mädels arbeiteten in der Küche“. Als Studentin hat sie auch im örtlichen Kino, dem Lichtspielhaus Lennestadt, mitgearbeitet und so eine Menge Filmklassiker angeschaut.
„Selbst auf der Bühne zu stehen, hat mich nie gereizt. Ich spielte zwar im Schulorchester mit und war in einer Foto AG, aber Kunst habe ich immer nur hobbymäßig betrieben“, erklärt Berit. Nach Bonn kam sie, um Germanistik und Romanistik mit dem Ziel Lehramt zu studieren, jobbte nebenbei im Einzelhandel und landete 2004 als Gastronomiemitarbeiterin im Haus der Springmaus. Sie gab ihr Studium endgültig auf und absolvierte neben ihrer Arbeit als Kellnerin und Köchin eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau.
2007 übernahm sie die Pressearbeit und die Organisation der Finanzen, sieben Jahre später die kaufmännische Leitung und ist seit Ende 2021 Geschäftsführerin des Hauses der Springmaus.
Dort lernte sie auch ihren Mann kennen. Markus Spülbeck ist seit 37 Jahren technischer Leiter bei den Springmäusen, hat also noch die Ursprungszeiten des längst bundesweit renommierten Kleinkunsttheaters vor dem Umzug 1993 in die heutige Spielstätte in Bonn Endenich erlebt, einen denkmalgeschützten einstigen Tanzsaal. „Er hat mir mal den Kellerraum an der Oxfordstraße gezeigt, wo Einiges noch wie damals war, als die Springmäuse 1985 ihre erste eigene Bühne in Betrieb nahmen.“ Seit 18 Jahren sind Berit und Markus ein Paar. Dass sie nun seine Chefin ist, sehen die beiden nicht als Problem. Dass ihr Kinderwunsch sich nicht erfüllt hat und dass Berit eine Krebserkrankung überstehen musste – damit sind sie ganz offen umgegangen. Das fällt ohnehin sofort auf: Die Frau mit dem burschikosen blonden Kurzhaarschnitt strahlt bei aller Nachdenklichkeit eine selbstsichere Geradlinigkeit aus. Sie mag Veranstaltungen mit leichter Unterhaltung, aber „KmH“ ist ihr Motto: Kultur mit Haltung.
„Wir wollen Barrieren einreißen – barrierefrei zugänglich ist unser Theater bereits. Wir sind also für alle da und nicht nur für bestimmte Gruppen. Wir bieten auch Stücke für Kinder und Familien an und veranstalten Workshops zusammen mit dem Jungen Theater Bonn. Wir haben viele Stammgäste und kleine Gruppen, die regelmäßig kommen und mögen, was wir auf der Bühne machen. Viele kenne ich persönlich. Beim diesjährigen Beethovenfest waren wir übrigens die einzige Vorverkaufsstelle außer der Zentrale an
der Kreuzkirche.“ Berit versteht sich als Botschafterin für die Vielfalt. „Im März haben wir sogar im Theatersaal einen Flohmarkt veranstaltet. Das ist so gut angekommen, dass wir das weiter machen wollen.“
Träger des Hauses ist der gemeinnützige Kulturverein „Haus der Springmaus e.V.“ unter dem Vorsitz des Springmaus Mitbegründers und ehemaligen Geschäftsführers Andreas Etienne. Mitglieder sind alle Festangestellten, was die Motivation verstärkt. Alle sind mitverantwortlich und müssen Probleme gemeinschaftlich lösen. Das „Springmaus Improvisationstheater“ ist ein eigenständiges Unternehmen unter der künstlerischen Leitung und Geschäftsführung von Nick Mockridge. Das von seinem Vater Bill Mockridge und seiner Mutter Margie Kinsky gegründete Ensemble feierte 2023 sein 40 jähriges Jubiläum. Das Haus der Springmaus bucht die Springmäuse als Künstler und organisiert die Gastspiele. Auch die Kneipe ist ein eigener Betrieb. Dazu gibt es noch den sehr rührigen Förderverein, den viele Jahre lang Marlies Stockhorst leitete, die Präsidentin des Festausschusses Bonner Karneval. 2024 übernahm Thomas Zimmermann den Vorsitz, Inhaber der Bonner Tanzschule Lepehne Herbst und ehemaliger Bonner Karnevalsprinz.
Die Beziehungen zum Karneval sind ohnehin eng: Im Haus der Springmaus wird jährlich der begehrte Mäuseorden verliehen, in den 1970er Jahren installiert vom Euro Theater Central, das damals noch am Mauspfad residierte. Zu den beliebten Karnevalsveranstaltungen gehört auch das „Forschologicum“, bei dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bonn ihren Humor beweisen. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Uni Bonn gibt es die Infotainment Reihe „NeunMalKlug“.
Damit sind wir bei dem vielfältigen Programm des Hauses. „Die künstlerische Planung macht Maike Krant, die hier vor rund einem Jahrzehnt als Regieassistentin angefangen hat“, erklärt Berit. „Aber natürlich pflege ich viele Kontakte mit Autoren, Regisseuren und den
Teams und habe zuletzt auch die Produktionsleitung beim ‘Rheinkabarett’ übernommen, einer der Säulen des Spielplans.“ Sehr am Herzen liegt ihr auch die „LOL Show“, das Start Up Comedy-Format im Post Tower, bei dem zahlreiche große Kabarett-Karrieren begannen. Die Nachwuchsförderung ist ihr wichtig, ebenso wie das Frauenkabarett. Deshalb gibt es das neue Label „Comedy Queens“, bei dem weibliche Talente die Bühne beherrschen. „Wir haben fast jeden Monat zwei bis drei Frauen in Solos im Programm, La Signora und Marie Lumpp zum Beispiel oder die Musik Comedienne Katie Freudenschuss, die es schafft, in einer Improvisation schnell ein ganzes Lied neu zu dichten. Die Sichtbarkeit von Kolleginnen in der Branche wollen wir noch verstärken. Deshalb haben wir vor ein paar Wochen im BDKV (Bundesverband der Konzert und Veranstaltungswirtschaft) das Netzwerk ‚Female Voice‘ gegründet. Und am 4. November gibt es zum traditionellen ‚Sisters Day‘ wieder in vielen deutschsprachigen Kabaretthäusern die Show ‚Sisters of Comedy – Nachgelacht‘. Bei uns wird diese geballte Komikerinnen Offensive moderiert von Margie Kinsky. Mit dabei ist auch Krissie Illing, die ich einst als Schülerin bewunderte.“
Das Haus der Springmaus finanziert sich zu ca. 80% durch Eintrittsgelder. Hinzu kommen die Pacht vom Gastronomiebetrieb, die Unterstützung durch den Förderverein, Sponsoring und zu einem eher geringen Teil öffentliche Gelder. Den Ticketshop leitet Berits jüngere Schwester Ricarda. „Die hat erst ein Jura Studium begonnen, dann in Spanien eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau gemacht und ist schließlich bei uns gelandet. Wir haben insgesamt sechs Festangestellte und 12 bis 15 geringfügig Beschäftigte. Alle sind mit Herzblut dabei, die Fluktuation ist gering. Unser langjähriger Ticketshop Leiter Volker Ohl macht jetzt die Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Unser wunderbarer Techniker Sebastian Wolff hat hier als Praktikant angefangen.“
Berit kümmert sich neben den Finanzen, dem Marketing, den Engagements von Gästen und der Organisation aller Abläufe (inkl. größerer Springmaus Veranstaltungen im Brückenforum und gelegentlich im Opernhaus) auch darum, dass alle
sich wohlfühlen. Aber ihr Augenmerk gilt selbstverständlich besonders dem Publikum, dass Spaß haben und immer ein bisschen schlauer die Aufführungen verlassen soll. Seit 2023 ist sie zudem noch Vorsitzende des Vereins „bonn.pop“, einem Zusammenschluss von Veranstaltern, Spielstätten, Non Profit Einrichtungen, Medien und Förderern in Bonn, der die Bedeutung der Rock Pop und Subkulturszene in der Bonner Kulturlandschaft sichtbar machen und stärken will.
Und was ist mit dem Skandal um Luke Mockridge im Zusammenhang mit den Paralympics? „Seine Witze über Behinderte waren einfach unüberlegter Quatsch, den ich aberauch nicht relativieren will. Wir haben seine geplanten Auftritte in der Springmaus sofort abgesagt. Schlimm ist allerdings auch, dass die ganze Familie bedroht wurde und ein anonymer Mob Leute beschimpfte, die gar nichts damit zu tun haben. Wir vertreten einen inklusiven Zugang zum Theater. Es geht nicht bloß um Gerechtigkeit, sondern um Würde.“
Die vielbeschäftigte, bodenständig gebliebene Kulturmanagerin, die sehr gern lacht, ist für klare Ansagen. Nächstes Jahr wird das 40 jährige Bestehen des Hauses der Springmaus gefeiert. Berit Baumhoff freut sich schon
darauf.
Dienstag, 27. Mai 2025