kultur - Kritisches
Unplugged - Schauspielhaus - kultur Nr. 184 - März 2024
Mehr als Reste-Verwertung
Um es gleich vorweg zu sagen: Diese Show hat das Zeug, Kult-Status
zu bekommen.
Inhalt
Riccardo Ferreira, Julia Kathinka Philippi, Imke Siebert, Paul Michael
Stiehler und Daniel Stock präsentieren unter der Regie von Hausregisseur
Simon Solberg (auch verantwortlich für die stimmungsvolle Bühne) in begeisternder
Weise eine Auswahl der schönsten Songs aus Schauspielproduktionen
der letzten Spielzeiten in Versionen, die so noch nicht zu hören
waren. Live begleitet werden sie von Philip Breidenbach.
Es ist eine musikalische Zeitreise zu vielleicht schon (fast) vergessenen Geschichten
der letzten fünf Jahre, wie z. B. The Broken Circle, Von Mäusen und Menschen, Linie 16,
Alice im Wunderland, Istanbul und einigen mehr. Dazu geht die Reise aber auch in die Zukunft:
Die Songs aus Paul und Paula (23.02.) und Archetopia (26.04.)
warten noch auf ihre Premieren.
Und ein paar „Specials” gibt es auch noch: Songs, die einfach schön sind und unbedingt mal auf der Bühne des
Schauspielhauses präsentiert werden wollten (z. B. Se bastasse una canzone von Eros Ramazotti oder
Ó Gente da Minha Terra der portugiesischen Fado-Sängerin Mariza).
Doch findet die Show ja nicht in einem Konzertsaal statt und verdienen die
sechs Musizierenden ihre Brötchen nicht vorrangig mit Singen und Musizieren
(was man sich jedoch nach diesem Abend gut vorstellen könnte).
Und so wird aus der musikalischen Darbietung eine hinreißende Performance,
die auch die schauspielerischen Fähigkeiten der Beteiligten mit einbezieht.
Wieviel dieser unterhaltsamen Darbietung einstudiert, wieviel improvisiert ist, wird sich nur dem oder der erschließen,
die unplugged mehrfach besuchen (was nicht wenige sein werden).
Herausheben mag man niemanden. Es ist eine großartige Ensemble-Leistung voller Temperament, guter Laune und erstaunlicher
Musikalität. Übrigens: Auch wer keine der erwähnten Schauspielproduktionen gesehen hat, wird große Freude
an diesem Abend haben – vielleicht mit etwas Wehmut, die Stücke nicht besucht zu haben. (Was man bei einigen noch ändern kann ...)
(ubi)
Stiehler und Daniel Stock präsentieren unter der Regie von Hausregisseur
Simon Solberg (auch verantwortlich für die stimmungsvolle Bühne) in begeisternder
Weise eine Auswahl der schönsten Songs aus Schauspielproduktionen
der letzten Spielzeiten in Versionen, die so noch nicht zu hören
waren. Live begleitet werden sie von Philip Breidenbach.
Es ist eine musikalische Zeitreise zu vielleicht schon (fast) vergessenen Geschichten
der letzten fünf Jahre, wie z. B. The Broken Circle, Von Mäusen und Menschen, Linie 16,
Alice im Wunderland, Istanbul und einigen mehr. Dazu geht die Reise aber auch in die Zukunft:
Die Songs aus Paul und Paula (23.02.) und Archetopia (26.04.)
warten noch auf ihre Premieren.
Und ein paar „Specials” gibt es auch noch: Songs, die einfach schön sind und unbedingt mal auf der Bühne des
Schauspielhauses präsentiert werden wollten (z. B. Se bastasse una canzone von Eros Ramazotti oder
Ó Gente da Minha Terra der portugiesischen Fado-Sängerin Mariza).
Doch findet die Show ja nicht in einem Konzertsaal statt und verdienen die
sechs Musizierenden ihre Brötchen nicht vorrangig mit Singen und Musizieren
(was man sich jedoch nach diesem Abend gut vorstellen könnte).
Und so wird aus der musikalischen Darbietung eine hinreißende Performance,
die auch die schauspielerischen Fähigkeiten der Beteiligten mit einbezieht.
Wieviel dieser unterhaltsamen Darbietung einstudiert, wieviel improvisiert ist, wird sich nur dem oder der erschließen,
die unplugged mehrfach besuchen (was nicht wenige sein werden).
Herausheben mag man niemanden. Es ist eine großartige Ensemble-Leistung voller Temperament, guter Laune und erstaunlicher
Musikalität. Übrigens: Auch wer keine der erwähnten Schauspielproduktionen gesehen hat, wird große Freude
an diesem Abend haben – vielleicht mit etwas Wehmut, die Stücke nicht besucht zu haben. (Was man bei einigen noch ändern kann ...)
(ubi)
Montag, 24. Juni 2024