kultur - Kritisches
Stylez! von Felice und Alexander Aguilar - GOP. Varieté-Theater - kultur Nr. 184 - März 2024
Tanz, Artistik, Magie und allerbeste Laune
In diesem Jahr ist Breakdance das erste Mal als Disziplin bei den Olympischen
Spielen zu erleben.
Inhalt
Eine Einstimmung auf höchstem künstlerischem Niveau gibt hierzu die Show Stylez!, die am 18. Januar im GOP Bonn ihre Weltpremiere feierte.
Sie entstand unter der Regie von Felice Aguilar (Choreografien) und Alexander Aguilar (Bühnenbild)
in einer Kooperation von GOP showconcept und der DDC Entertainment Group aus Schweinfurt.
Das Bühnenbild wird geprägt von einer riesigen LED-Wand im Hintergrund.
Hierauf erscheint eine Großstadt-Skyline, die an New York, die Herkunftsstadt des Breakdance, erinnert.
Als vielseitige Spielfläche dient ein Gerüst mit einem Podium in ca. 2 m Höhe, auf das rechts und links zwei breite Treppen führen.
Das Konstrukt auf Rädern lässt sich in der Mitte teilen und für die verschiedenen Nummern sehr vielseitig nutzen.
Neben der Kunst der Darsteller/innen ist das großartige Lichtdesign von Yves Eschke technisch herausragend in dieser Show, bei der Laser fast
wie Spielpartner eingesetzt werden, gepaart mit weiteren Scheinwerfern und Nebeleffekten.
Die B-Boys – das vierköpfige Breakdance-Ensemble – sind der erst 18-jährige Lennart Feser, der zweifache deutsche Breakdance-Meister
Timo Dettmar, der russische Breakdancer Artur Idrisov alias Bboy Archie und Pascal Kozuch alias Poppin‘ Pain. Sie bieten mit ihren faszinierenden
Nummern zwischen den artistischen Auftritten weiterer Künstler den Rahmen der Show. Humorvoll zeigen sie die enorme thematische und
musikalische Bandbreite (inklusive Klassik), zu der sich „breakdancen“ lässt.
Poppin‘ Pain zeigt auch solistisch sein Können: Er nutzt das Podest und die LED-Wand zum Tanz mit einem auf der Wand erscheinenden Double
seiner selbst. Oder er befindet sich in einem „Gefängnis“ aus Laserstrahlen, wobei beim Antippen der Strahlen Geräusche erklingen.
Dass er das Geschehen stets in der Hand hat, beweist er auch mithilfe von Lichtstrahlen abgebenden Spezialhandschuhen, die ihm einen Stab in die
Hand „zaubern“. Mit von der Partie beim Breakdance ist auch der Diabolo-Jongleur Akira Fukagawa aus Japan. In seinen Solo-Nummern kombiniert er rasante
Diabolokunst mit Breakdance sowie Elementen der Zauberei und sorgt dabei für großes Staunen und viel gute Laune.
Auch die weiteren Artistiknummern sind auf höchstem Niveau und werden in dem wandlungsfähigen Set in allerbestes Licht gerückt.
Die Handstandkünstlerin Kim Alicia Gerlach, Absolventin der Berliner Artistenschule, zeigt ihr Können auf der Tribüne und den Treppenstufen
und sorgt auch in Ensemble-Tanznummern für poetische Bilder.
Zu den eindrucksvollsten der atemberaubenden Darbietungen des Duo Prime (Kateryna Gaidamanchuk und Vladimir Snitko) aus der Ukraine
gehört der doppelte Spagat an den Strapaten.
Grandiose Partnerakrobatik zeigt auch das Duo in Motion (Kira Lefebre und Michael Lamprecht aus Schweinfurt), wobei sie eine gewöhnliche Sitzbank als Ausgangspunkt
für ihre gewagten Sprünge nutzen. Der Zirkusartist Alexey Glavatskyi stammt ebenfalls aus der Ukraine. Er hat sich auf den Cyr spezialisiert und nutzt bei seinen Darbietungen
ein besonders schönes Exemplar, das die Artistik mit LED-Effekten in wechselnden Farben begleitet. Mindestens so großartig ist seine Nummer
am Schlaffseil, auf dem er auch auf einem Stuhl sitzen oder Einrad fahren kann.
Stylez! ist eine moderne Show für alle Generationen, vor der sich auch jemand, der denkt „von Breakdance habe ich keine Ahnung“ oder „da bin
ich zu alt für“ absolut nicht fürchten muss, sondern sicherlich auch vom Können, von der Fröhlichkeit und der enormen Energie der Künstlerinnen und Künster
fasziniert sein wird. (J.S.)
Sie entstand unter der Regie von Felice Aguilar (Choreografien) und Alexander Aguilar (Bühnenbild)
in einer Kooperation von GOP showconcept und der DDC Entertainment Group aus Schweinfurt.
Das Bühnenbild wird geprägt von einer riesigen LED-Wand im Hintergrund.
Hierauf erscheint eine Großstadt-Skyline, die an New York, die Herkunftsstadt des Breakdance, erinnert.
Als vielseitige Spielfläche dient ein Gerüst mit einem Podium in ca. 2 m Höhe, auf das rechts und links zwei breite Treppen führen.
Das Konstrukt auf Rädern lässt sich in der Mitte teilen und für die verschiedenen Nummern sehr vielseitig nutzen.
Neben der Kunst der Darsteller/innen ist das großartige Lichtdesign von Yves Eschke technisch herausragend in dieser Show, bei der Laser fast
wie Spielpartner eingesetzt werden, gepaart mit weiteren Scheinwerfern und Nebeleffekten.
Die B-Boys – das vierköpfige Breakdance-Ensemble – sind der erst 18-jährige Lennart Feser, der zweifache deutsche Breakdance-Meister
Timo Dettmar, der russische Breakdancer Artur Idrisov alias Bboy Archie und Pascal Kozuch alias Poppin‘ Pain. Sie bieten mit ihren faszinierenden
Nummern zwischen den artistischen Auftritten weiterer Künstler den Rahmen der Show. Humorvoll zeigen sie die enorme thematische und
musikalische Bandbreite (inklusive Klassik), zu der sich „breakdancen“ lässt.
Poppin‘ Pain zeigt auch solistisch sein Können: Er nutzt das Podest und die LED-Wand zum Tanz mit einem auf der Wand erscheinenden Double
seiner selbst. Oder er befindet sich in einem „Gefängnis“ aus Laserstrahlen, wobei beim Antippen der Strahlen Geräusche erklingen.
Dass er das Geschehen stets in der Hand hat, beweist er auch mithilfe von Lichtstrahlen abgebenden Spezialhandschuhen, die ihm einen Stab in die
Hand „zaubern“. Mit von der Partie beim Breakdance ist auch der Diabolo-Jongleur Akira Fukagawa aus Japan. In seinen Solo-Nummern kombiniert er rasante
Diabolokunst mit Breakdance sowie Elementen der Zauberei und sorgt dabei für großes Staunen und viel gute Laune.
Auch die weiteren Artistiknummern sind auf höchstem Niveau und werden in dem wandlungsfähigen Set in allerbestes Licht gerückt.
Die Handstandkünstlerin Kim Alicia Gerlach, Absolventin der Berliner Artistenschule, zeigt ihr Können auf der Tribüne und den Treppenstufen
und sorgt auch in Ensemble-Tanznummern für poetische Bilder.
Zu den eindrucksvollsten der atemberaubenden Darbietungen des Duo Prime (Kateryna Gaidamanchuk und Vladimir Snitko) aus der Ukraine
gehört der doppelte Spagat an den Strapaten.
Grandiose Partnerakrobatik zeigt auch das Duo in Motion (Kira Lefebre und Michael Lamprecht aus Schweinfurt), wobei sie eine gewöhnliche Sitzbank als Ausgangspunkt
für ihre gewagten Sprünge nutzen. Der Zirkusartist Alexey Glavatskyi stammt ebenfalls aus der Ukraine. Er hat sich auf den Cyr spezialisiert und nutzt bei seinen Darbietungen
ein besonders schönes Exemplar, das die Artistik mit LED-Effekten in wechselnden Farben begleitet. Mindestens so großartig ist seine Nummer
am Schlaffseil, auf dem er auch auf einem Stuhl sitzen oder Einrad fahren kann.
Stylez! ist eine moderne Show für alle Generationen, vor der sich auch jemand, der denkt „von Breakdance habe ich keine Ahnung“ oder „da bin
ich zu alt für“ absolut nicht fürchten muss, sondern sicherlich auch vom Können, von der Fröhlichkeit und der enormen Energie der Künstlerinnen und Künster
fasziniert sein wird. (J.S.)
Montag, 24. Juni 2024