Cookie Consent by Free Privacy Policy Generator website Mit 17 hat man noch Träume - Malentes Theater Palast - kultur 150 - November 2018 | Theatergemeinde BONN | Kultur. Vielfalt. Erleben.
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Mit 17 hat man noch Träume - Malentes Theater Palast - kultur 150 - November 2018

Sixties reloaded im Traumzelt

Mit 17 hat man noch Träume | © Stefan Mager
Mit 17 hat man noch Träume | © Stefan Mager
Inhalt Um es gleich vorweg zu sagen: Das historische Spiegelzelt aus Belgien ist ein Traum aus rotem Samt mit strahlendem Kronleuchter, blanken Säulen, bunten Fenstern, Tischen und Nischen für jeden Bedarf. Barrierefrei ist das neue Etablissement zudem auch noch, es gibt zu vernünftigen Preisen was zu trinken und zu essen. Bei der Einweihung waren sich alle einig: Das Unterhaltungstheater an der Stadtbahnlinie 16/63 (Haltestelle Hochkreuz/Deutsches Museum) ist ein Schatz, der sogar Kölner nach Bad Godesberg locken könnte.
Apropos 16/63: Es ist schon irre, wie viele sicher nach der Schwarzweiß-TV-Zeit Geborene noch wissen, was nicht bloß sauber, sondern rein wäscht. Oder womit beim Spülen ihre Hände weich gepflegt werden. Frau Antje mit dem Käse aus Holland ist sowieso unsterblich, beim legendären HB-Männchen sind wir da eher skeptisch. Egal: Knut Vanmarcke und Dirk Voßberg-Vanmarcke haben ihre schräge ­Schlager­show Mit 17 hat man noch Träume, was sich 2007 bei der Premiere im Kleinen Theater wie bis heute noch liebenswürdig auf in den Himmel wachsende Bäume reimt, frisch aufpoliert für den mutigen Start ohne öffentliches Geld. Winnetou ist garantiert wieder dabei und sorgt für den besten Brie der Welt zwischen Bonanza-Reitern, der Londoner Carnaby-Street, dem Spatz von Avignon, Sportstudio, Hitparade und den Echte-Butter-Schnittchen-Tellern irgendwo zwischen Blankenese und Plittersdorf.
Die gnadenlos ironische musikalische Revue auf dem Sofa von Familie Dobermann ist total schrill abgefahren und umwerfend komisch. Bis in die Fingerspitzen perfekt choreografiert und mit drei gesanglich und darstellerisch erstklassigen Kolleginnen (Sandra Bitterli, Stephanie Lamm und Vera Marhold) ein intelligenter Spaß mit wahnsinnigen Identitätswechseln und überraschenden Maskeraden. E.E.-K.

Spieldauer ca. 2 Stunden, inkl. Pause
Die nächsten Vorstellungen:
Mittwochs - sonntags bis zum 16.11.18

Montag, 21. Januar 2019