Cookie Consent by Free Privacy Policy Generator website Tremain, Rose: Und damit fing es an | Theatergemeinde BONN | Kultur. Vielfalt. Erleben.
Literatur

Tremain, Rose: Und damit fing es an

kultur 134, März 2017

Rose Tremain: Und damit fing es an | © Suhrkamp
Rose Tremain: Und damit fing es an | © Suhrkamp
Inhalt Mit der Kindheit natürlich... damit fängt es doch immer an! Gustav ist noch sehr klein, er lebt allein mit seiner Mutti, der Vater ist tot, ein Held auf einem Foto. Sie sind sehr arm, aber Gustav kennt es nicht anders, er liebt seine Mutter und ist zufrieden.
Man weint nicht, hat sie ihm beigebracht, man beherrscht sich, immer und überall, und der kleine Junge hält sich daran.
In der Vorschule lernt er Anton kennen, der reiche Eltern hat, er kann Klavier spielen, und er ist Jude. Aber was ist das?
Dass Vater tot ist und ein Held, hat Mutti auf seine Fragen geantwortet. Daran sind die Juden schuld, aber das verstehst du nicht, hat sie gesagt und mehr nicht.
Die beiden leben in einer kleinen etwas langweiligen Stadt und völlig abgeschieden von der großen Welt in der Schweiz. Mutti arbeitet in der Käsefabrik und samstags putzen beide die Kirche. Gustav hat kein Spielzeug und fast keine Träume, und vor allem keine Liebe. Mutti ist nie zärtlich mit ihm, er ist sehr einsam. Dass es anders sein kann, lernt er bei Anton und dessen Eltern.
Er, Gustav, ist ein sehr liebenswerter „Romanheld”, der zum Schluss des Buches, als er alt ist, zufrieden und in sich ruhend, dahin zurückblicken kann, womit alles anfing.
(P.S. Mit dem letzten Fünftel der Geschichte bin ich persönlich nicht so einverstanden, was ich Ihnen nicht vorenthalten möchte, aber bis dahin habe ich es in einem Zuge und sehr gern gelesen.)
















Rose Tremain
Und damit fing es an
aus dem Englischen von Christel Dormagen
Suhrkamp/Insel, 8/2016,
333 S., gebunden,
22,00 €

Donnerstag, 31. August 2017