Rigoletto

Rigoletto, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Foto: Karl und Monika Forster
Rigoletto, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Foto: Karl und Monika Forster

Oper - Giuseppe Verdi

Einzig der Narr darf dem Herrscher die Wahrheit ins Gesicht sagen. Der scharfzüngige Rigoletto teilt auf Kosten aller aus. Dabei ist er so vermessen zu glauben, er könne seine eigene kleine Welt von allem Übel frei halten. Seine Tochter Gilda hält er daher versteckt. Trotzdem verliert sie ihr Herz an den lasterhaften Herzog. Als Rigoletto aus Rache diesen beseitigen will, opfert sich Gilda für den Lüstling. In einer Welt, in der Liebe auch Manipulation bedeutet, werden die Menschen zermalmt. „La Donna è mobile”, Frauen sind flatterhaft, ist ein Hit dieser Oper voller genialer Einfälle, die Verdis Weltruhm endgültig manifestierte.

Intendant Uwe Eric Laufenberg siedelt seine Inszenierung von Verdis Rigoletto in der Gegenwart an. Es ist eine düstere sexorientierte Männergesellschaft, die ihre Exzesse auslebt. (...) Zwischen den Personen gibt es reichlich spannungsvolle Abläufe. Immer wieder werden die Protagonisten exakt zu Verdis genialer Musik geführt. (...) Gilda wird nach dem Mord in die Mülltonne gesteckt. Schon Verdi musste sich mit der Zensur herumschlagen, weil diese den Sack verbieten wollte, in den Gildas Leiche gesteckt wird. Auch das spitzt Laufenberg im Sinne Verdis zu. Und wenn sie „Lassu in ciel” anstimmen, geht Gildas Seele mit den himmlischen Tönen Verdis nach hinten ins Schwarze, während Rigoletto an der Mülltonne bei Gildas Leichnam bleibt. Es ist einfach großartig, wie sehr Laufenberg diesem Werk vertraut und es in gültig auf die Bühne bringt! Ein Abend, der den Zuschauer berührt. Ein Rigoletto für die Gegenwart und die Zukunft! Das großartige Bühnenbild, dass den Palast von Mantua tatsächlich auf die Bühne bringt, stammt von Gisbert Jäkel und die anschaulichen Kostüme von Andrea Schmidt-Futterer. Auch hier vollste Entsprechung zum Bühnengeschehen, pure Erfüllung. (...) Am Ende gab es im ausverkauften Haus bei Laufenbergs Erscheinen laute Bravostürme. Lediglich ein einzelnes, kaum zu hörendes Buh aus dem dritten Rang zielten auf den Regisseur. Ansonsten stürmische Begeisterung." (Opernforum Frankfurt, Detlev Schausten, 22.01.2019)

Termin: So., 02.10.2022
Abfahrt: 15 Uhr
Vorstellungsbeginn: 18 Uhr
Der Preis versteht sich incl. Inkl. Busfahrt, Eintrittskarte und Begleitung (Ulrike Rücker).



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Letzte Aktualisierung: 04.10.2022 12:01 Uhr     © 2022 Theatergemeinde BONN | Bonner Talweg 10 | 53113 Bonn