Opernhaus Bonn

Der Prozess

Tanz - Ballett des Nationaltheaters Prag

Choreografie und Kostüme: Mauro Bigonzetti (nach dem Roman von Franz Kafka)
Musik: Antonio Bononcini, Dietrich Buxtehude, Henryk Górecki, Carlo Gesualdo, Tarquinio Merula, Claudio Monteverdi und Modest Petrovich Mussorgsky
4.01.2023, 19.30 Uhr, 5.01.2023, 19.30 Uhr

Das Nationaltheater Prag ist ein Vierspartenhaus und die wichtigste Bühne der Tschechischen Republik. Die Ballettsparte wird durch das im Jahr 1883 gegründete Tschechische Nationalballett vertreten. Die von Filip Barankiewicz geleitete Compagnie setzt sich derzeit aus Tänzer/-innen aus 18 Staaten zusammen und ist die größte Tanzcompagnie Tschechiens. Das Repertoire umfasst sowohl klassisches Ballett als auch modernen zeitgenössischen Tanz, wobei regelmäßig mit bekannten, international tätigen Choreografen zusammengearbeitet wird. So auch bei „Der Prozess“, eine Produktion des renommierten italienischen Choreografen Mauro Bigonzetti, die als Auftragsarbeit für das Ballett der Staatsoper Hannover entstand und dort im Jahr 2015 uraufgeführt wurde.
Getanzt wird zu italienischer Barockmusik sowie Musik des 20. Jahrhunderts, ergänzt um ein Stück von Mussorgsky.
Die Aufführung beginnt damit, dass sich in der Dunkelheit die Schlafzimmertür öffnet und eine in Papierblätter gekleidete Frau eintritt. Sie symbolisiert das Schicksal und den Prozess, der auf den Protagonisten Josef K. zukommen wird. Dieser wird an seinem 30. Geburtstag aus Gründen, die er nicht versteht, verhaftet und in eine Justizmaschinerie hineingezogen, die ihn in einen Strudel von seltsamen Ereignissen zieht.
Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen Roman von Franz Kafka (*1883 in Prag; †1924 in Klosterneuburg-Kierling, Österreich). Kafka war nach dem Studium (Jura und Germanistik) und der Promotion einige Jahre als Angestellter einer Versicherungsgesellschaft tätig, bevor ihn eine Tuberkulose-Erkrankung zur Aufgabe seines Berufs zwang. Kafka fühlte sich zeitlebens einsam und unverstanden – ebenso wie viele Figuren in seinen teils autobiographischen Werken, die nach seinem Tod gegen seinen Willen veröffentlicht wurden.
Mauro Bigonzetti (*1960 in Rom) war nach seinem Studium an der Ballettschule der Oper in Rom zehn Jahre lang an der Oper Rom als Tänzer engagiert bevor er im Jahr 1982 zu der renommierten italienischen zeitgenössischen Ballettcompagnie Aterballetto wechselte und dort im Jahr 1990 auch zum ersten Mal choreografierte. In den 1990er-Jahren war Bigonzetti als freischaffender Choreograf für zahlreiche Compagnien international tätig, bevor er von 1997 bis 2007 die künstlerische Direktion des Aterballettos übernahm und anschließend bis 2012 dort für die choreografische Leitung zuständig war. Inzwischen ist Bigonzetti wieder freischaffend international tätig – nachdem er im Jahr 2016 das Ballett des Teatro alla Scala in Mailand geleitet hatte.

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