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Unsere Zusatzangebote

Kultur ist vielfältig:
Mit unseren Zusatzangeboten bieten wir Ihnen viele Möglichkeiten, diese Vielfalt kennen zu lernen:
Sei es bei Ausstellungsbesuchen in Bonn oder anderen Städten (meistens mit Busfahrt), in Seminaren oder bei Kultur-Tagesfahrten und -Reisen.
Bei unseren Art & Eat-Veranstaltungen können Sie Kultur und Kulinarik miteinander verbinden.


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Opernseminar: Oper oder Schauspiel

Die Zukunft der Oper im politischen Kontext

Veranstaltung 112291

Dienstag, 23.08.2022 bis Dienstag, 27.09.2022

Klaviermusik | Foto: pixabay / stevepb
Klaviermusik
Foto: pixabay / stevepb

Zum Inhalt des Seminars:
Zwischen den Uraufführungen von Franchettis "Asrael" und Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" liegen etwas mehr als vierzig Jahre. In dieser Zeit von der Jahrhundertwende über den 1. Weltkrieg und die Weimarer Republik hat eine Entwicklung der Oper stattgefunden, die mit dem Begriff des Musiktheaters schon nahezu als ein Paradigmenwechsel zu beschreiben ist. Der Belcanto ist dem szenisch und am Sprechen orientierten Ausdruck von Gesang gewichen. Die politische Relevanz von Theater ist weitaus mehr bewusst in den Vordergrund gerückt worden – eine Sackgasse der Unmöglichkeit von Musiktheater?

Man muss sich immer wieder neu bewusst machen, dass die Oper bzw. das Musiktheater keine deutsche Erscheinung ist, sondern nationenübergreifend die europäische Musikgeschichte geprägt hat und sich die verschiedenen Auffassungen gegenseitig beeinflusst und die Komponisten sich inspiriert haben. Alberto Franchetti ist dafür bestes Beispiel. Der gebürtige Turiner hat in München und Dresden Musik studiert und war als großer Verehrer Wagners Vorsitzender der italienischen Wagner-Gesellschaft Bologna. Gleichzeitig sprach Verdi für ihn Empfehlungen aus. Mit "Asrael" schrieb Franchetti keine Oper im Verständnis des 19. Jahrhunderts, sondern tituliert das Werk als Legende und befreit sich damit von der herkömmlichen Operndramaturgie.

Kurt Weill wiederum war Schüler von Ferruccio Busoni. Seine "Dreigroschenoper" wurde von Schönberg und Webern abgelehnt. Auch wenn er nur acht Jahre nach Franchetti gestorben ist, entstammt er einer anderen Generation. Wie lässt sich die Entwicklung hin zum Musiktheater beschreiben? Gibt es Ausgangspunkte und Entwicklungslinien von Franchettis Opernverständnis zu Weills Auffassung? Sind ihre Opern Endpunkte oder eröffnen sie neue Perspektiven des Musiktheaters?

Der Referent:
Dr. Benedikt Holtbernd studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte über „Die dramaturgischen Funktionen der Musik in den Schauspielen Goethes“. Gleichzeitig studierte er Gesang. Er war Dramaturg, Pressesprecher, Künstlerischer Betriebsdirektor und Operndirektor an verschiedenen Theatern von der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, über das Stadttheater Bern, die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach bis hin zur Sächsischen Staatsoper Dresden, Semperoper. In Bonn war er Künstlerischer Geschäftsführer des Deutschen Musikrates. Er ist als Musikmanager international tätig.

Bezüglich der Corona-Regeln für die Seminare in unserem Haus gilt derzeit die 3-G-Regelung

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Letzte Aktualisierung: 16.08.2022 13:01 Uhr     © 2022 Theatergemeinde BONN | Bonner Talweg 10 | 53113 Bonn