Lohse, Stephan: Ein fauler Gott

Ein fauler Gott
Foto: Suhrkamp
Ein fauler Gott
Foto: Suhrkamp

kultur 139 - Oktober 2017

Wieder ein Debutroman! Der Autor, 1964 geboren in Hamburg, erzählt vom Aufwachsen Anfang der 1970er Jahre. Seine eigene Geschichte?
Benjamin ist elf, seine Eltern haben sich vor kurzem scheiden lassen, da stirbt sein kleiner Bruder Jonas, acht Jahre alt. Er stirbt innerhalb von zehn Tagen nach einem Unfall im Schwimmbad, und Mami sitzt auf ihrer Heizdecke und weint. Benjamin will ihr helfen, aber er ist erst elf, und das Leben, die Schule, die Freunde, die Mädchen, alles bedrängt ihn, verlangt Aufmerksamkeit, und er denkt immer weniger an Jonas.
Er wird krank und kommt in ein Heim im Schwarzwald, das abbrennt.
Es passiert vieles, die Zeit vergeht, Gott schweigt, aber gibt es ihn denn wirklich ?
Benjamins bester Freund klärt ihn auf, wie das ist mit den Babys, und Papi erzählt ihm, dass seine neue Frau ein Geschwisterchen für ihn auf di eWelt bringen wird.
Aber das interessiert Ben gar nicht sehr. Er freut sich, wenn Mami weniger weint, und er begreift, dass Jonas tot ist und sein Grab ihn für immer
behalten wird und dass er – Benjamin –, leben wird und es ertragen muss, sein Schicksal.
Lohse hat eine anrührende Geschichte geschrieben, seine eigene?

Stephan Lose
Ein fauler Gott
Suhrkamp,
3/2017,
gebunden,
336 S.,
22,00 €.

Freitag, 24.11.2017

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